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Liebe Besucherinnen und Besucher dieses Projektes,

diese Seite soll eine Hilfe für Betroffene und Angehörige von schizophren erkrankten Menschen und Interessierten sein. Weiterhin soll sie als Informationsquelle für professionelle Mitarbeiter in der psychiatrischen Landschaft dienen.

Ziel dieses Projektes

Das Ziel dieses Projektes ist, eine Selbsthilfegruppe im Internet aufzubauen, die sich über das Internet bundesweit austauscht, um Erfahrungen, Probleme und Sorgen zu besprechen. Weiterhin soll dieses Projekt gegen die Stigmatisierung und zum Abbau von Vorurteilen in der Gesellschaft beitragen.
Wenn Sie meine Arbeit und dieses Projekt unterstützen möchten, drucken Sie bitte den aktuellen Flyer aus und verteilen ihn und/oder senden ihn per E-Mail an Interessierte.
Den Flyer erhalten Sie unter folgenden Link: Download Flyer des Schizophrenie-Netz.info

Was diese Web-Seite bietet:

Diese Web-Seite bietet ein öffentliches Forum, Artikel über die Schizophrenie, News und Hinweise auf verschiedene Veranstaltungen und Downloadmöglichkeiten für verschiedene Dokumente zum Thema Schizophrenie sowie einen Newsletter der unregelmäßig erscheint. Ein Vorteil bei einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung ist, dass Sie an den Diskussionen im Forum teilnehmen können, wo Angehörige, Betroffene, Interessierte und zukünftig Professionelle sich mit dem Thema der Schizophrenie auseinander setzen sowie die Möglichkeit sich mit anderen Mitgliedern oder mir per privater Nachricht auszutauschen. Diese privaten Nachrichten sind nicht öffentlich zugänglich. Diese Web-Seite gibt Tipps, Anregungen und Informationen über die Schizophrenie. Für eine Registrierung müssen Sie lediglich ein Pseudonym als Benutzernamen, ein Passwort und eine gültige E-Mail-Adresse angebeben, damit Ihr Benutzerkonto freigeschaltet werden kann.

Was diese Web-Seite nicht bietet:

Diese Web-Seite kann keinen Ersatz bieten sich bei professionellen Ärzten oder Therapeuten beraten zu lassen. Desweiteren sind rechtliche Fragen an geeigneten Orten zu stellen, da wir hier keine Rechtsberatung anbieten können. Wir können lediglich Tipps geben, wo Sie sich hinwenden können.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Liebke

 
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03.08.2016 13:56
 
kurze Erläuterung zur Schizophrenie
Im Laufe des Lebens erkrankt ca. 1% der weltweiten Bevölkerung an einer schizophrenen Störung. Dabei ist es unerheblich welcher Religion oder Nationalität die Menschen angehören. Dies lässt den Schluss zu, dass die Schizophrenie eine weit verbreitete psychische Störung ist und dem Gesundheitswesen Milliarden Euro im Jahr kostet. Fast jeder hat in seinem Umfeld (Verwandte oder Bekannte) die an einer Schizophrenie erkrankt sind. Immerhin hat einer von hundert einmal im Leben eine schizophrene Erfahrung. Im Verlauf dieser Krankheit kann es immer wieder zu Akutphasen kommen, welche aber durch eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten (Neuroleptika) sowie einer gezielten Psychotherapie ganz gut zu kontrollieren sind. Zur Not sollte auch immer ein Bedarfsmedikament beim Patienten vorhanden sein um im Notfall sofort auf Symptome reagieren zu können. Sehr wichtig ist, wenn Symptome auftreten nicht lange warten und beobachten was passiert sondern sofort handeln, sei es nun die zusätzliche Einnahme des Bedarfsmedikamentes oder halt der unverzügliche Gang zum behandelnden Arzt oder Therapeuten, auf jeden Fall darf der Patient nicht warten und muss sofort handeln. Dazu sind regelmäßige Gespräche mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten, sowie ein gutes Vertrauensverhältnis, eine Behandlung auf gleicher "Augenhöhe" und absolute Ehrlichkeit beiderseits sehr von Vorteil. Ob ein Bedarfsmedikament dem Patienten verschrieben wird entscheidet jedoch der behandelnde Arzt. Wenn der Patient sehr gut mit seiner Krankheit und deren Symptomen klar kommt und genau weiss wie er zu handeln hat, dann sollte der Verschreibung nichts im Wege stehen, auch ein gut funktionierendes Umfeld (Familie, Freunde oder Kollegen) wirkt sich positiv aus.

Die weit verbreitete Meinung in der Bevölkerung, dass Schizophrenie gleichbedeutend sei mit einer Persönlichkeitsspaltung trifft absolut nicht zu. Schizophrenie bedeutet lediglich soviel wie eine verschobene Wahrnehmung der Realität zu haben - verrückt (von verrücken, quasi die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten). Ein Beispiel, nehmen wir mal an auf einem Dach ist eine normale Dachantenne zu sehen, für einen gesunden Menschen eigentlich kein Problem, nur ein schizophren erkrankter Mensch sieht darin einen Sendemast von Agenten und glaubt beobachtet zu werden. Weitere Symptome können Halluzinationen sein, akustische Halluzinationen (Stimmen hören), Geruchshalluzinationen ("Ich rieche Gas, soll ich vergast werden?") oder optische Halluzinationen ("Ich sehe Fratzen die mir übel mitspielen."). Ein weiteres Symptom der Schizophrenie ist Angst oder gar Panik aus heiterem Himmel und das vertraute Personen auf einmal gegen einen sind und eventuell einem nach dem Leben trachten (Verfolgungswahn).

Daraus resultiert in sehr vielen Fällen ein sozialer Rückzug, Lustlosigkeit, Arbeitsverlust und die Abschottung vom gewohnten Umfeld. Selbst gewohnte Geräusche können einen verwirren und Angst machen. Meist bleibt die Schizophrenie mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre unbehandelt, was eine Behandlung negativ beeinflusst, da dann meist eine Krankheitseinsicht fehlt und eine Heilung nahezu unmöglich ist. Aber wir sind alle keine Ärzte und woher sollen wir wissen was los ist, denn nicht jeder kennt sich in der psychiatrischen oder psychologischen Medizin aus.

Andreas Liebke

Systemische Psychotherapie wirkt – IQWiG veröffentlicht Prüfbericht
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat gestern einen Prüfbericht veröffentlicht, der zahlreiche Hinweise und Anhaltspunkte für den Nutzen von Systemischer Therapie bei Erwachsenen aufweist. Die beiden systemischen Fachverbände, DGSF und SG, begrüßen die positive Begutachtung und sind zuversichtlich, dass Systemische Therapie künftig in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird.

Nicht weniger als 780 Seiten lang ist der Vorbericht, in dem das IQWiG Studien zur Wirksamkeit von Systemischer Therapie gesammelt und ausgewertet hat. Fazit: in nahezu allen relevanten Störungsbereichen liegen Hinweise oder Anhaltspunkte für den Nutzen vor. Besonders klare Hinweise auf die Wirksamkeit Systemischer Therapie fanden die Forscherinnen und Forscher für die Störungsbereiche Angst- und Zwangsstörungen sowie Schizophrenie. Dabei handelt es sich um für die psychotherapeutische Versorgung besonders relevante Störungen: Angst- und Zwangsstörungen zählen zu den am stärksten verbreiteten und Schizophrenie zu den schwersten Störungen mit einem besonders hohen Leidensdruck für Patientinnen und Patienten und deren Angehörige.
 
Metakognitive Therapie - Neuer Behandlungsansatz bei Zwangsstörungen
Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Bisher wird diese Erkrankung meist mit einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt - einer effektiven Behandlungsmethode, von der aber nicht alle Patienten profitieren können. An den Psychologischen Instituten der Universität Leipzig und der Philipps-Universität Marburg wird deshalb derzeit eine neuartige Therapiemethode für die Zwangserkrankung erforscht - die metakognitive Therapie. Schwerpunkt ist dabei die Veränderung von krankheitstypischen Annahmen und Verhaltensweisen.

Auf ausgedehnte Konfrontationen mit zwangsauslösenden Situationen wie in der kognitiven Verhaltenstherapie wird in diesem Therapieansatz ausdrücklich verzichtet. In einer ersten Untersuchung von Wissenschaftlern der Universitäten in Leipzig und Marburg konnten für die metakognitive Therapie von Zwangskranken beachtliche Therapierfolge nach sehr kurzer Therapiedauer erzielt werden. "Unsere Ergebnisse sprechen für eine vergleichbare, gute Wirksamkeit beider Therapieformen - die metakognitive Therapie war in der Pilotstudie genauso erfolgreich wie die klassische Konfrontationstherapie und brauchte dafür weniger Therapiezeit.
 
Radiobeitrag: Gespräch mit Menschenrechtsanwalt David Schneider Addae-Mensah
David Schneider Addae-Mensah ist Rechtsanwalt in Karlsruhe und Strasburg. Im Frühjahr 2011 erstritt er vor dem Bundesverfassungsgericht ein wegweisendes Urteil zu psychiatrischer Zwangsbehandlung. Von einer Psychiatrie ohne Zwang und Gewalt sind wir allerdings immer noch sehr weit entfernt...
 
Psychopharmaka sind nicht für jeden Betroffenen die beste Lösung
Depressionen behandeln: Psychopharmaka sind nicht für jeden Betroffenen die beste Lösung

Behandlungen mit Psychopharmaka können nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn zusammen mit der Behandlung auch die Umwelt und das Verhalten der Patienten stimuliert werden. Zu diesem Schluss kommt ein interdisziplinäres Forschungsteam aus klinischen Psychologen, Psychobiologen, Neurowissenschaftlern und Psychiatern. In einer Zusammenschau von über 150 Arbeiten analysierten die Wissenschaftler Erkenntnisse aus Placebostudien, Untersuchungen zur Neuroplastizität und Tierstudien. Die Ergebnisse sind kürzlich in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Neuroscience and Biobehavioral Reviews“ erschienen.

Placebos wirken fast so gut wie Medikamente
Psychopharmaka lindern die Symptome bei Störungen wie Depression oder Schizophrenie häufig, aber sie tun es nicht immer. Es gibt immer stärkere Hinweise darauf, dass es eine Reihe von Umgebungsbedingungen gibt, die die Wirksamkeit günstig beeinflussen.
So zeigen Studien zur Wirkung von Psychopharmaka, dass Placebo-Reaktionen oft sehr hoch sind, manchmal wirken sie ebenso gut wie Medikamente.
 
Zeit lindert den Schmerz der Trauer
Wie reagieren Menschen auf den Verlust eines geliebten Angehörigen? Diese Frage haben Psychologen der Universität in einer neuen Studie mit mehr als 500 Teilnehmern untersucht. Ihre Ergebnisse korrigieren einige gängige Vorstellungen vom Trauern.

Der Ehemann ist an Krebs gestorben, die Tochter bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Für die Ehefrau im einen, für die Eltern im anderen Fall ist eine Welt zusammengebrochen. Und immer haben die Betroffenen zunächst das Gefühl, dass kein Stein mehr auf dem anderen steht. Wie geht es Menschen nach solch einem Schicksalsschlag? Wie bewältigen sie diesen Verlust, wie verläuft ihre Trauer? Und wie lange dauert es, bis das Schlimmste überwunden ist? Psychologen der Universität Würzburg haben diese Fragen untersucht; in der aktuellen Ausgaben der Zeitschrift für Gesundheitspsychologie stellen sie ihre Ergebnisse vor.

 
Behandlung von Psychosen: Ambulante Verhaltenstherapie zeigt gute Wirkung
Patienten mit Psychosen profitieren von einer ambulanten Verhaltenstherapie. Das zeigt eine klinische Studie von Psychologen der Universitäten Hamburg und Marburg, in der die Störungsverläufe von Probanden einer Therapiegruppe mit denen einer Wartegruppe verglichen wurden. Patienten der Therapiegruppe zeigten im Vergleich zur Wartegruppe nach der Therapie eine größere Verbesserung der Symptome, konnten ihren Alltag besser bewältigen und waren insgesamt zufriedener mit ihrem Leben. Die Ergebnisse der Studie wurden im "Journal of Consulting and Clinical Psychology" veröffentlicht.

Verfolgungsängste, Stimmenhören, Antriebsverlust. Neben diesen typischen Symptomen haben Patienten mit Psychosen oft auch mit Stigmatisierung, Rückzug und Hoffnungslosigkeit zu kämpfen. Medikamente gelten bei Psychosen bis heute als die Therapie erster Wahl. Obwohl die kurzfristige Effektivität der Behandlung belegt ist, helfen Medikamente nicht jedem und haben oft stark beeinträchtigende Nebenwirkungen. Viele Patienten wünschen sich eine über Medikamente hinaus gehende Therapie.
 
9. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit
Plakat zur Woche der Seelischen Gesundheit 2015Über 150 Veranstaltungen unter dem Motto „Prävention und Früherkennung – eine gemeinsame Aufgabe“

Vom 10. bis 18. Oktober findet die 9. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit statt. Unter dem Motto „Prävention und Früherkennung – eine gemeinsame Aufgabe“ soll der Fokus darauf gerichtet werden, wie Menschen in jedem Lebensalter ihre seelische Gesundheit schützen und psychische Störungen rechtzeitig erkennen und behandeln lassen können.

Über 150 Veranstalter, darunter Berliner Kliniken, Kontakt- und Beratungsstellen, Therapiezentren oder Selbsthilfegruppen laden zu Workshops, Vorträgen, Fachtagungen, Ausstellungen, Konzerten und vielem mehr ein. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit koordiniert seit 2007 jährlich die zahlreichen Veranstaltungen in Berlin und bundesweit zum Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober.